24.06.2018

Gemeinsame Ausbildung AGT

Gemeinsam mit der Feuerwehr führte das THW einen Ausbildungslehrgang für Atemschutzgeräteträger in Langenselbold durch

"Vom 15.02. bis 24.02.2017 fand der erste gemeinsame Lehrgang Atemschutz der THW Regionalstelle Gelnhausen und des Main-Kinzig-Kreises statt. Begleitet wurde der Lehrgang über den gesamten Zeitraum vom Bereichsausbilder Atemschutz Christian Zährl, aus unserem Ortsverband. Er fand bei der Feuerwehr Langenselbold statt, einem der Lehrgangsstandorte für die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger des MKK. 

Dem ersten gemeinsamen Lehrgang sind sehr konstruktive Gespräche zwischen Regionalstelle und Gefahrenabwehrzentrum des MKK vorausgegangen, welche den Weg frei gemacht haben für diesen ersten gemeinsamen Lehrgang.

Bereits bei der Begrüßung der Teilnehmer durch den stellv. Kreisbrandinspektor Christian Hinrichs wurde die Besonderheit dieses Lehrganges betont und die Signalwirkung für eine weitere zukünftige Zusammenarbeit auch auf der Ausbildungsebene. Christian Hinrichs drückte seine Freude über diese Gelegenheit aus und sprach damit allen Beteiligten der Feuerwehr und des THW aus der Seele.

Franz Zürn und Marcel Edelmann, Bürosachbearbeiter Ausbildung der Regionalstelle, drückten ihrerseits ebenfalls ihre Freude über diesen ersten gemeinsamen Lehrgang aus und nutzen die Gelegenheit dem neuen Bereichsausbilder des THW, seine Berufungsurkunde zu übergeben und alles Gute für die zukünftige Tätigkeit zu wünschen.

Besonderen Wert legten die offiziellen Vertreter auch darauf, dass die Teilnehmer des Lehrganges die Bedeutung der Teamarbeit für den Atemschutzeinsatz verinnerlichen und Franz Zürn wies darauf hin, dass auch der Eigenschutz eine sehr hohe Bedeutung im Atemschutzeinsatz hat. Gemäß dem alten THW Grundsatz: "Der beste Helfer nützt nichts, wenn er sich selbst durch unüberlegtes und überstürtztes Handeln in Gefahr bringt."

Nach der offiziellen Eröffnung ging es direkt mit den ersten Theoriethemen weiter. Lehrgangsleiter Dominik Richter führte die Teilnehmer in die wichtigen Rechtsgrundlagen des Atemschutz ein, welche bei der Feuerwehr und dem THW bewusst gleich sind. Dies ermöglicht im Schadensfall einen gemeinsamen Einsatz auch ohne vorher gemeinsam geübt zu haben. In Großschadenslagen bei denen das THW Bundesweit zum Einsatz kommt, eine extrem wichtige Sache. 
Danach ging es weiter mit Atmung und Atemkrisen, sowie das wichtige Thema Kreislauf und Hitzeerschöpfung unter der hohen Belastung im Atemschutz.

Am zweiten Lehrgangsabend am Freitag den 16.02. ging es mit der Theorie zu den bei Feuerwehr und THW verwendeten Atemschutzgeräte weiter und nach dem gemeinsamen Abendessen folgten direkt die Gewöhnungsübungen. 
Hier ziehen die Teilnehmer/innen das erste Mal die Atemschutzmaske auf und spüren das Gefühl der Enge und der Einschränkung der Atmung, welches die Maske am Anfang auslöst. Alle Teilnehmer/innen meisterten diesen Abschnitt mit Bravouer und nach dem Anziehen des kompl. Pressluftatmer ging es mit den Ausbildern raus in die Kälte, um eine Runde unter Atemschutz zu joggen und einige Sportübungen zu absolvieren. Dazu gehört auch das Besteigen des Schlauchturmes des Feuerwehrhauses. An dieser Stelle erfahren die Teilnehmer das erste Mal die stark erhöhte Belastung welche durch das Tragen des Pressluftatmers ausgelöst wird. Auch diesen Abschnitt meisterte jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin mit Bravour. Am Ende des zweiten Lehrgangsabends war der Weg für den ersten Streckendurchgang frei.

Der dritte Lehrgangstag, Sa 17.02. ging für die Teilnehmer/innen mit einer kurzen Wiederholung los. Danach ging es zum ersten Mal in die Atemschutzstrecke. Über 3 Durchläufe wird hier die Belastung langsam auf den Wert gebracht, welchen die Teilnehmer laut THW/FwDV 7 leisten müssen. Zwischen dem ersten und zweiten Streckendurchgang, gab es noch den letzten Theorieblock über Einsatzgrundlagen und Einsatztaktik im Atemschutzeinsatz. Am Ende des Tages hatte jeder/Jede Teilnehmer/in erfoldreich die ersten 2 Streckendurchgänge absolviert und somit 2/3 der Ausbildung absolviert.

Im zweiten Abschnitt des Lehrgangs starteten die Kameraden/innen des THW und der FW am Do den 22.02. mit getrennten Themen. Während die Feuerwehrleute im Schlauchturm die Vornahme von Strahlrohren trainierten, absolvierten die THW Helfer das Absuchen von Räumen unter Nullsicht. Für die Teilnehmer/innen war es das erste Mal ohne ihrem wichtigsten Sinn, das Sehen. Anfangs fällt jedem unter diesen Umständen das Orientieren schwer, aber schon nach kurzer Zeit hatten sich die Teilnehmer/innen daran gewöhnt. Nichts desto trotz bleibt dies eine der wichtigsten Übungen auch für ausgebildete Atemschutzgeräteträger.

Der finale Tag des Lehrganges begann mit einer Begrüßung durch den Kreisbrandinspektor Markus Busanni. Er brachte die Theorieprüfungbögen mit, ließ es sich aber nicht nehmen alle Teilnehmer noch einmal auf dem Lehrgang zu Begrüßen und die Besonderheit dieses ersten gemeinsamen Lehrganges und seine Freude darüber hervorzuheben. Nach seiner Ansprache wurde es für die Teilnehmer Ernst: Die Theorieprüfung begann. Sie fand nach einer guten dreiviertelstunde ihr Ende. Nach dem Frühstück starteten die Feuerwehrleute mit dem Thema Absuchen von Räumen und die Helfer des THW begannen mit dem Thema Rettungsmittel. Anschließend folgte für die THW Helfer eine kurze Einsatzübung mit THW Beleuchtungsmaterial. 
Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging der finale Streckendurchgang für alle Teilnehmer/innen los. In zweier bzw. dreier Teams absolvierten sie die Strecke unter der in der THW/FwDV 7 geforderten Belastung. Auch diesen letzten Abschnitt des Lehrganges meisterten alle Teilnehmer/innen mit Erfolg.

Gegen 16:30 Uhr wurde der Lehrgang vom Kreisbrandinspektor Markus Busanni mit der Übergabe der Urkunden beendet. Alle Teilnehmer/innen haben den Lehrgang mit Erfolg bestanden und können nun eine weiter Funktion in ihrer Einsatzorganisation vor Ort ausüben."


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